
Was hat Lyrik mit Wandern zu tun?
Alle Dichter und Dichterinnen ziehen ihre Poesie aus inspirierenden Erfahrungen. Sei es Liebe, Hass, Alltag, Religion oder eben die Natur. Nicht umsonst gibt es ganze Bibliotheken zum Thema Naturlyrik.
Für mich ist Lyrik ein Eintauchen in die Gefühlswelt, sowohl in die des lyrischen Ich’s als auch meiner eigenen.
Und genau so geht es mir beim Wandern. Ich tauche ab, bin umgeben von dieser anderen Welt. Und erlebe mit allen Sinnen.
Sie sehen: Lyrik und Wandern sind zwei Arten, sich selbst zu erfahren.
Und wenn man das kombinieren und teilen kann, umso besser.
Am Anfang steht immer die große Frage:
Warum eigentlich?
Nun, in meinem Fall war es ein langer Weg. Los ging es in der Schule. Da habe ich Lyrik hassen gelernt. Wenn man im Deutsch-Leistungskurs sechs Stunden lang über einem Zwölfzeiler von Goethe grübelt, um es im Sinne des Kursleiters zu analysieren, ist es nahezu unmöglich, eine Gefühlsbindung zum Dichter und seinem Werk herzustellen.
Nach dem Abi und dem Wehrdienst, sowie einem gescheiterten Studium der Chemie, entschied ich mich für eine Ausbildung zum Buchhändler.
Habe ich nie bereut!
Dort fand ich wieder zur Lyrik, auch der Liebe wegen. Insbesondere Heinrich Heine hatte es mir angetan.
Und bei ihm las ich: Die Natur wollte wissen, wie sie aussieht, und erschuf sich: Goethe!
Da ich mit meinem humanistisch-naturwissenschaftlichem Hintergrund absolute Aussagen immer hinterfrage, habe ich das dann überprüft; und so war die Verbindung zwischen Lyrik und Natur hergestellt.
Als Kind bin ich in den Wäldern meiner Heimatstadt Hagen groß geworden; so lag es nahe, das eine mit dem anderen zu verbinden.
Nach nunmehr über 10 Jahren im SGV Hagen, einer Ausbildung zum zertifizierten Gästewanderführer und Dutzenden durchgeführten Wanderungen, möchte ich mich gerne einem größeren Publikum zeigen.
Auf den folgenden Seiten finden Sie aktuelle Termine und Informationen.
Bitte fühlen Sie sich eingeladen, mich zu kontaktieren:
Meine Reihe der „lyrischen Spaziergänge“ ist schnell erklärt:
In der Regel stelle ich einen Dichter/ eine Dichterin vor, mit kurzen biografischen Angaben und einigen Anekdoten, gefolgt von einem Spektrum an Gedichten aus verschiedenen Zeiten, um einen Einblick in das Schaffen zu geben und -vielleicht- etwas Lust darauf zu machen, sich selbst mal mit diesem Werk zu beschäftigen. Verteilt auf mehrere Erzählstationen an schönen Punkten der etwa zweieinhalb-stündigen Wanderung.
Unser großflächiges Wegenetz erlaubt Wanderungen mit verschiedenen Ansprüchen, von ganz leicht bis anspruchsvoll. Die markierten Wanderwege ( immerhin rund 500 Kilometer auf Hagener Stadtgebiet! ) werden von den Abteilungen des SGV (Sauerländischer Gebirgsverein, oder auch Sehr Guter Verein!) in Schuss gehalten, ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die ihre Freizeit nutzen, damit Sie sich nicht verlaufen.
Zu meinen Pilzwanderungen möchte ich erklärend hinzufügen:
Ich bin KEIN Pilz-Sachverständiger. Amateur im Wortsinn „Liebhaber“ trifft es besser. Ich sammle seit einigen Jahren Speisepilze und habe dabei entdeckt, dass diese Wesen- weder Pflanze noch Tier, obwohl sie Merkmale beider Reiche haben – so faszinierend sind, dass ich mehr über sie erfahren wollte.
Und so habe ich viele Dokus geschaut und Bücher gelesen. Das dabei erworbene Wissen und meine Erfahrungen beim Pilzesammeln möchte ich gerne weitergeben, ebenso meine Begeisterung. Ich nenne sie die kleinen Wunder am Wegesrand, eröffnen sie uns doch einen Blick in eine Welt, die uns verborgen ist: Die Welt unter unseren Füßen! Ein faszinierendes Hobby; aber eins, dem man mit Respekt und Verantwortung begegnen sollte! Auch das möchte ich vermitteln.